Speziell für Kinder

Die aktuelle Wachstumsphase eines Kindes ist das Maß der Dinge bzw. unserer Arbeit.

Eine erste kieferorthopädische Kontrolle sollte bereits mit dem 3. bis 5. Lebensjahr erfolgen. Schon in diesem Alter lassen sich große Abweichungen von der Norm erkennen. Zum Beispiel sollten Kreuzbisse bzw. umgekehrte Überbisse prophylaktisch mit einfachen Maßnahmen zur Entwicklungssteuerung behandelt werden. Ihr Zahnarzt oder Kinderzahnarzt wird Sie darauf hinweisen.

Angewohnheiten (Habits) beeinflussen die Zahngesundheit und die allgemeine Gesundheit des Kindes, aber auch Zahn- und Kieferfehlstellungen sind für deren Entstehung verantwortlich. Kinder, die nach dem 3. Lebensjahr noch am Daumen lutschen oder am Nuckel saugen, zeigen zum Teil ausgeprägte Fehlstellungen der Schneidezähne oder es wird eine Rücklage des Unterkiefers beobachtet.

Sollte Ihr Kind einen zu großen Überbiss oder Schwierigkeiten haben, die Lippen zu schließen, dann ist es ratsam, Ihr Kind vor dem 9. Lebensjahr vorzustellen. In solchen Fällen wäre eine Kurztherapie für 1 1/2 Jahre möglich, um kleine Fehlstellungen des Kiefers zu beheben.

Nach Ansicht des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) kann vielen Kindern eine langwierige Prozedur erspart werden, wenn die Eltern ihr Kind mit fünf bis sechs Jahren beim Kieferorthopäden vorstellen und eine Abklärung einer Frühbehandlung durchgeführt werden kann.

Der normale Behandlungsbeginn einer kieferorthopädischen Behandlung erfolgt in der Regel bei Mädchen mit circa zehn Jahren, bei Jungen mit circa zwölf Jahren. Meistens ist dieser Zeitpunkt vor der abgeschlossenen Wachstumsphase erreicht, wenn der mittlere und seitliche Schneidezahn im Oberkiefer durchgebrochen ist.

 Bei Kindern können Fehlstellungen allein durch eine gezielte Wachstumssteuerung behoben werden, daher ist eine gewissenhafte Untersuchung von ursächlichen Faktoren wichtig. Zum Beispiel kann eine Mundatmung oder ein viszerales (kindliches) Schluckmuster einen Schmalkiefer, eine falsche Zungenlage oder einen offenen Biss verursachen. Eine zusätzliche logopädische Behandlung ist dabei in den meisten Fällen unabdingbar. Auch können frühzeitig verloren gegangene Zähne Engstände verursachen.

Welche Apparatur für das Kind am besten geeignet ist, hängt von der Diagnose des Kieferorthopäden ab. Je nach Art der Fehlstellung, bekommt das Kind eine herausnehmbare oder festsitzende Zahnspange oder ein sogenanntes Non-Compliance-Gerät. Das heißt eine zahnbewegende Apparatur, die keine aktive Mitarbeit des Kindes erfordert.

Checkliste für den ersten Termin

  • Versichertenkarte oder Daten der Krankenkasse
  • Details Ihrer Zusatzversicherung für Kieferorthopädie, wenn vorhanden
  • evtl. vorhandene Röntgenbilder vom Hauszahnarzt, die im letzten halben Jahr gemacht wurden. Gerne auch per E-Mail oder in digitaler Form. Auf Wunsch können wir die Unterlagen auch von Ihrem Hauszahnarzt oder Kieferorthopäden direkt anfordern.
  • Anamnesebogen herunterladen und direkt an uns senden oder ausdrucken und ausgefüllt mitbringen. Das spart Zeit vor Ort und dauert maximal 10 Minuten.
  • Sicher haben Sie Erwartungen, Vorstellungen und Wünsche an die kieferorthopädische Behandlung. Tragen Sie diese gerne direkt im Erstgespräch vor.

Anti-Lutschprogramme
Für Patienten die noch am Daumen oder am Finger lutschen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese Habits abzustellen. Dabei ist ein Anti-Lutschkalender, den sie hier herunterladen können, sehr hilfreich. Gerne helfen wir Ihnen dabei, die Angewohnheiten zu ändern.

Behandlungsablauf

Die Basis für eine kieferorthopädische Behandlung sind gesunde, kariesfreie und optimal gepflegte Zähne.

Anamnesebogen

Vorab bitten wir unsere Patienten den Anamnesebogen auszufüllen. Gerne direkt an uns senden oder ausdrucken und zum Beratungsgespräch mitbringen. Das spart Zeit vor Ort und dauert 5 Minuten.

Erstberatungsgespräch

Hier besprechen wir gemeinsam Ihre Therapiewünsche und Behandlungsmöglichkeiten sowie Alternativen. Das Gespräch ist für Sie unverbindlich und kostenfrei und dauert cirka 15 Minuten.

Diagnostische Unterlagen

Mithilfe der im Erstgespräch gesammelten Informationen, wird ein allumfassender Therapie- und Kostenvoranschlag erstellt. Diese Planbesprechung bildet die Behandlungsbasis und dauert 30 Minuten.

Eine optimale Mundhygiene und Zahnpflege ist grundsätzlich vor, während und nach der Behandlung notwendig. Eine kieferorthopädische Behandlung schafft die Voraussetzung für ein dauerhaft funktionstüchtiges Gebiss. Dabei werden die Zähne langsam und schonend innerhalb des Kiefers bewegt sowie Einflüsse auf Wachstumsvorgänge des Schädelknochens genommen. Die Dauer ist für jeden Patienten individuell abhängig von den ärztlichen Maßnahmen, der biologischen Reaktion des Gewebes, dem Alter, der Tragezeit und der Motivation. Die Ästhetik der Apparatur (z.B. eine farbige, glitzernde oder möglichst unauffällige Zahnspange) hilft diese Motivation zu erhöhen.

Wir bemühen uns sehr, vereinbarte Termine pünktlich einzuhalten und Wartezeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Behandlungs- und Beratungszeiten sind aufgrund von Erfahrungswerten zeitlich auf eine bestimmte Dauer begrenzt. Wenn Sie mehr Zeit benötigen oder spezielle Fragen haben, melden Sie das gerne vorher an. Wünschen Sie als Begleitperson bei der Behandlung dabei zu sein, melden Sie das gerne direkt bei der Anmeldung an. Wenn Sie verhindert sein sollten, benachrichtigen Sie uns bitte so zeitig wie möglich. Bei längeren Sitzungen am Vormittag erhalten Sie von uns eine Bescheinigung für die Schule bzw. den Arbeitgeber.

Kontrollrhythmus für die
Frühbehandlung:

alle 3 Monate

Kontrollrhythmus für
lose Zahnspange:

alle 10–12 Wochen

Kontrollrhythmus für
feste Zahnspange:

alle 6–8 Wochen

Kontrollrhythmus für die
Retentionsphase (2–3 mal):

1x jährlich

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Dann schreiben Sie uns einfach Ihr Anliegen per Mail.
Wir werden uns bemühen, Ihnen so schnell wie möglich die gewünschte Auskunft zu geben.